Landtransport

Transportnetzwerke wirtschaftlich steuern

Landtransporte brauchen klare Steuerung über Marge, Auslastung, Netzwerk und Prozessqualität.

Einordnung

Operative Logistik braucht wirtschaftliche Führung

Transporte werden in vielen Unternehmen geplant und überwacht, aber nicht konsequent wirtschaftlich gesteuert. LOG|CONS setzt dort an, wo Disposition, Controlling und Management dieselbe Entscheidungsgrundlage benötigen.

Drei Stellen, an denen die Marge geht

Leerkilometer, unerfasste Wartezeit an der Rampe und nicht verrechnete Zusatzleistungen — keine davon steht in der Kalkulation.

Fahrerzeit ist die knappste Ressource

Knapper als Fahrzeug und Kapital. Eine Stunde an der Rampe belegt sie für einen unbezahlten Zweck.

Preisuntergrenze aus der Historie

Was diese Relation tatsächlich gekostet hat — inklusive Leerfahrt, Wartezeit und Zusatzleistungen. Nicht aus einem Kilometersatz.

Ablauf · rund 45 Sekunden Eine Tour von der Anfrage bis zur Abrechnung — und wo das Geld verlorengeht

    Eine Anfrage kommt herein: Relation, Termin, Ladung.

    Läuft automatisch · jederzeit anhaltbar
    Belegte Zahlen

    Was sich öffentlich belegen lässt

    Drei Zahlen aus amtlichen und veröffentlichten Quellen.

    21,6 % der Fahrzeugkilometer im EU-Straßengüterverkehr entfielen 2024 auf Leerfahrten (2023: 21,8 %). Im nationalen Verkehr sind es rund 24–25 %, im internationalen nur 13 %. Eurostat, Straßengüterverkehrsstatistik 2024
    rund 75 % der Binnengüterverkehrsleistung in der EU laufen über die Straße — vor Schiene und Binnenschifffahrt zusammen. Eurostat, Modal Split (Tonnenkilometer)
    34 % Leeranteil in Österreich (2023) — einer der höchsten Werte der EU, neben Irland und Griechenland. Stark verzerrt durch Bau- und Nahverkehr und für den FTL-Fernverkehr nicht repräsentativ. Eurostat, Straßengüterverkehrsstatistik 2023
    Im Einzelnen

    Operative Logistik braucht wirtschaftliche Führung

    Wo die Marge tatsächlich verlorengeht

    Selten am Preis der Hinfahrt. Deutlich häufiger an drei Stellen, die in keiner Kalkulation stehen:

    • Leerkilometer: Stecken im Satz des Frächters, bringen aber keinen Erlös — bezahlt werden sie trotzdem.
    • Wartezeit an der Rampe: Wird erlebt, aber selten erfasst. Was nicht erfasst ist, kann nicht verrechnet werden.
    • Zusatzleistungen: Zweite Anfahrt, Umpalettierung, Zoll. Einzeln klein, in Summe der Unterschied zwischen auskömmlich und knapp.

    Alle drei sind kein Verhandlungs-, sondern ein Erfassungsproblem. Wer sie festhält, kann darüber sprechen.

    Der Fahrermangel ändert die Rechnung

    Fahrerzeit wird die knappste Ressource im Betrieb — vor dem Fahrzeug und vor dem Kapital. Eine Stunde an der Rampe belegt sie für einen unbezahlten Zweck.

    Betriebe, die ihre Standzeiten kennen und verrechnen, haben doppelt Vorteil: Sie bekommen die Zeit bezahlt und werden für Fahrer zum besseren Arbeitgeber.

    Häufige Fragen

    Landtransport, Kosten und Auslastung

    Wie hoch sind die Leerfahrten in Europa?

    Eurostat weist für 2024 21,6 % der Fahrzeugkilometer aus — national 24–25 %, international 13 %. Österreich liegt mit 34,0 % (2023) am oberen Ende, verzerrt durch Bau- und Nahverkehr.

    Für den eigenen Betrieb ist der Durchschnitt ein Anhaltspunkt, kein Ziel: realistisch sind 12–18 % im internationalen Charterverkehr, 8–12 % bei gut disponierten Rundlauf-Flotten.

    Warum ist Standgeld so schwer durchzusetzen?

    Weil es fast nie belegt ist. Durchsetzbar wird es, wenn Ankunft und Abfahrt automatisch erfasst werden und die Vereinbarung vorher steht. Der Aufwand liegt in der Erfassung, nicht im Gespräch.

    Was kostet ein Leerkilometer?

    Variable Fahrzeugkosten plus anteilige Fahrerzeit — und keinen Ertrag. Der eigentliche Verlust ist der Deckungsbeitrag, der in derselben Zeit hätte erwirtschaftet werden können.

    Wie kalkuliert man eine Preisuntergrenze?

    Nur aus der eigenen Historie: Was hat diese Relation tatsächlich gekostet — inklusive Leerfahrt, Wartezeit und Zusatzleistungen? Ein Kilometersatz unterschätzt genau die Positionen, die den Unterschied machen.

    Was hat das Mobilitätspaket geändert?

    Kabotagebeschränkung samt Karenzfrist, Rückkehrpflicht des Fahrzeugs und Entsendevorschriften. Alle drei wirken auf die Tourenplanung: Sie schränken ein, welche Verkettungen zulässig sind.

    Direkte Anfrage

    Transportnetz analysieren?

    Einschätzung der größten Hebel in Ihrem Netzwerk – direkt und konkret.